Kinematik des Prüfkontakts

Bei der Darstellung der Kinematik von Prüfkontakten in der Modellprüfumgebung haben wir grundsätzlich Ihre individuellen Anforderungen im Blick. Sie können alle maßgeblichen Faktoren wie Bewegungsrichtung, Bewegungsmuster des Antriebs, Einbaulage sowie die Geometrie des Reibkontakts zur Simulation komplexer Tribosysteme miteinbeziehen. Durch das Aufmodulieren von Störfrequenzen auf den Antrieb ermöglichen wir Ihnen die Simulation von Schadensmechanismen.

  • Zahlreiche Möglichkeiten für Bewegungsarten des Prüfkontakts im Prüfaufbau
  • Damit bestimmen Ihre individuellen Anforderungen die Kinematik des Prüfkontakts
  • Störfrequenzen zur Simulation von Schadensmechanismen

 

 

Bewegung in der x-Achse – Oszillation

Die translatorische Oszillationsbewegung wird mit einem elektromagnetischen Linearmotor erzeugt. Das Standard-Bewegungsmuster der Oszillation auf der x-Achse ist ein Sinussignal. Durch Optionen zur Feinmodellierung der Bewegung ist  neben dem Standard-Sinussignal noch eine Vielzahl weiterer Bewegungsmuster simulierbar. Zusätzlich steht Ihnen für langsame Oszillationsbewegungen ein erweiterter Frequenzbereich zur Verfügung (Frequenzen im mHz-Bereich). Mittels ausgereifter Regelungstechnik können neben periodischen Sinusbewegungen auch nicht-sinusförmige und aperiodische Bewegungsmuster erzeugt werden. > mehr erfahren

 

 

 

Zweite Frequenz zur Simulation von Störgrößen

Maschinenkomponenten sind im praktischen Betrieb einer Vielzahl von Störgrößen ausgesetzt. Im Gesamtsystem können Vibrationen auftreten, die Rückwirkungen auf den Bewegungsablauf einzelner Komponenten haben. Dadurch werden Schadensmechanismen in Gang gesetzt, die zu tribologischen Phänomen wie Ermüdung, Verschleiß und Pitting führen. Im Oszillationsbetrieb kann zur Simulation solcher Störgrößen eine zweite Frequenz auf die Grundfrequenz aufmoduliert werden. 

Rotation

Mit dem Rotationsmodul kann eine kontinuierliche Drehbewegung sowie eine reversierende Bewegung auf einem Kreissegment erzeugt werden. Die Möglichkeit der reversierenden Bewegung trägt erheblich zur praxisnahen Simulation von Gelenken und Lagern bei, in denen dieser Bewegungsmodus häufig vorkommt. Durch die Auflösung der vollständigen Drehung in eine reversierende Bewegung stehen große Hübe für die Relativbewegung zwischen den Prüfteilen zur Verfügung. Eine weitere Differenzierung ist möglich durch Optionen zur Feinabstimmung der Bewegungscharakteristik. So wird beispielsweise eine hohe Bewegungsdynamik aufgrund ständiger Richtungswechsel ermöglicht. Durch die Definition wandernder Endpunkte der reversierenden Bewegung können Sie Prüfungen mit unterschiedlicher Parametrierung stets in einem neuen, unbenutzten Bereich des Prüfkörpers durchführen. > mehr erfahren

Bewegung auf der y-Achse

Die Bewegung des gesamten Prüfaufbaus auf der y-Achse ermöglicht die einfache und genaue Positionierung der Prüfteile (z.B. radiale Ausrichtung oder Erzeugung einer Andruckkraft). Die Reibstelle kann auch während des Tests entlang der y-Achse verschoben werden (z.B. Screening von Oberflächen). 

Combi Drive

Mit Combi Drive ermöglichen wir Ihnen eine mehrdimensionale Bewegung (x-Achse plus y-Achse plus Rotation) in einem Testaufbau durch Kombination der drei Antriebsarten. > mehr erfahren

 

 

 

Ihre Möglichkeiten

  • Auch bei der Steuerung der Antriebe setzen wir auf eigene Entwicklungen. Die speziell für unsere Tribometrie konzipierten Regler sichern uns den vollen Zugriff auf die Antriebseigenschaften. Sie können die Regelung somit gemäß Ihrer Anwendung parametrieren.
  • Sie können den Bewegungsmodus der drei Achsen völlig unabhängig voneinander oder aber synchron aufeinander abstimmen und steuern.
  • Für Spezialaufbauten können die Bewegungsachsen beliebig angeordnet werden. So kann etwa eine Rotationsachse an der Stelle der Prüfgeometrie eingebaut werden, wo die simulierte Anwendung es erfordert (beispielsweise „Block-on-Ring“-Anordnung). > mehr erfahren
  • Komplexe Prüfaufbauten unter Einbeziehung von translatorischer Oszillation und Rotation können realisiert werden. > mehr erfahren

     

  • In einem Prüfaufbau können zwei Reibkontakte realisiert werden (Sandwich-Konfiguration).
  • Es bestehen erheblich verbesserte und erweiterte Messmöglichkeiten (z.B. Motorverhalten).
  • Im Gesamtkontext der Prüfung resultiert daraus für Sie eine signifikante Verbesserung der Ergebnisqualität, was Anwendungsnähe und Detailwissen zu den im Maschinenbau geläufigen Beschreibungsgrößen von Komponenten betrifft.
  • Die z-Achse definiert in unserer Systemplattform die Achse, in der die Prüfkraft aufgebracht wird.