Kriteriendefinition für adhäsives Versagen bei Schmierstoffen

Die ausschließliche Verwendung des Reibwertverlaufs ist als Kriterium für eine differenzierte tribologische Charakterisierung von Schmierstoffen längst nicht mehr ausreichend. Dies liegt an immer komplexer werdenden Schmierstoff-Formulierungen und an der Leistungsfähigkeit moderner Antriebs- und Regelungskonzepte im Tribometerbau. Nutzen Sie daher die im Normarbeitskreis erarbeiteten Kriterien zur Definition adhäsiven Versagens von Schmierstoffen als fundierte Bewertungshilfe. Zusätzlich profitieren Sie als SRV® Anwender von den Auswertestufen unserer Analytik, die entscheidende Rückschlüsse für Forschung und Entwicklung zulassen: > mehr erfahren

Grundlage für die Generierung der Daten in den hier vorgestellten Prüfungen sind die Normen ASTM D 5706 und ASTM D 7421 sowie die ISO 19291. Auf die aufgezeichneten primären und  sekundären Ergebnisgrößen werden algorithmenbasierte Auswertemechanismen angewandt.

 

 

Ihre Möglichkeiten

    • Sie nutzen die im Rahmen der Normungsarbeit gewonnenen Kriterien zur Definition adhäsiven Versagens als fundierte Bewertungshilfe.
    • Sie erhalten eine praxisrelevante und reproduzierbare Bestimmung des Versagenszeitpunktes Ihres Schmierstoffs oder Tribosystems.
    • Sie differenzieren unterschiedliche adhäsive Effekte wie z.B. Verschweißung und Materialübertragung.
    • Sie nutzen die Analysefunktionen unserer automatisierten Auswertemethodik TriboProfiling® für eine tiefgreifende Funktionsanalyse Ihres Tribosystems.
    • Sie treffen Aussagen zur Energieeffizienz Ihres Tribokontakts durch Korrelation von Reibungsenergie und/oder Reibleistung mit der Gutlast.
    • Sie untersuchen die Energiebilanz Ihres Tribosystems bezüglich der Dissipation von Reibungsenergie in thermische Energie oder andere Energieformen.

       

    Ihre Vorteile

      • Sie profitieren ab Tag eins Ihres Geräteeinsatzes vom Vorhandensein valider Kriterien zur Leistungscharakterisierung ihrer Tribosysteme.
      • Eine Vielzahl sekundärer Ergebnisgrößen steht Ihnen flankierend zur Verifizierung des ermittelten Versagenszeitpunkts zur Verfügung.

         

      Abb.: Verlauf des elektrischen Widerstands (braune Kurve) während eines Laststeigerungsversuchs. Nach jeder Erhöhung der Normalkraft (violette Stufen) ist ein kurzer Einbruch des elektrischen Widerstands zu sehen. Zum Zeitpunkt des adhäsiven Versagens bricht der elektrische Widerstand dauerhaft ein.

      Abb.: Korrelation von Reibungsenergie und mittlerer Reibleistung mit der erreichten Gutlast bei einer Prüftemperatur von 80°C